Die schwarzen Teufel

Fußball und Leichtathletik – durch diese Sektionen ist die SG Frankenthal im Umland bekannt. Doch in der Vergangenheit gab es auch erfolgreiche Frankenthaler Mannschaften in anderen Sportarten. Es dürfte auch nur den wenigsten Frankenthalern bekannt sein, dass es über jeweils drei kürzere Zeiträume eine Sektion Handball gab.

1948 gründeten einige weibliche Jugendliche der Sektion Turnen mit weiteren Einwohnern des Dorfes eine Frauenhandballmannschaft. Durch regelmäßiges Training konnte im Februar 1949 das erste Spiel gegen Großharthau ausgetragen werden. Das Ergebnis wurde leider nicht übermittelt.

Der Abteilung traten immer mehr weibliche Jugendliche bei, sodass bald eine zweite Mannschaft gegründet wurde. Am 17. Juli 1950 spielten beide Mannschaften anlässlich des Sportfestes gegen die Mannschaften auf Stolpen. Sportfreund Günther Haufe berichtete darüber:

„Ihre erste Vorstellung gab unsere 2. Damenhandballmannschaft. Gegen die zweite Stolpener Garnitur wurde höchst ehrenvoll mit 5:1 verloren. Alle Beteiligten gaben ihr Bestes. Bei etwas mehr Training und Spielerfahrung kann auch einmal ein Sieg herausspringen. Also weiter so! Die beiden ersten Damenhandballmannschaften trennten sich 4:2 für Stolpen. Unsere Damen spielten gut, kombinierten aber zu engmaschig, während die Stolpener Mädel das Spiel ganz richtig auseinanderzogen und dadurch zu ihrem Spiel kamen und die nötige Grundlage für den Sieg schufen.“

Die Leitung der Sportgemeinschaft meldete die Mannschaft zu den Punktspielen der Saison 1950/51 an. Die Mannschaft spielte so gut, dass jedes Spiel als Sieger beendet werden konnte. Durch die komplett in Schwarz gehaltene Spielkleidung wurde die Frankenthaler Mannschaft schnell als „schwarze Teufel“ bekannt und gefürchtet. Der Kreismeister des Kreis Bautzen hieß SG Frankenthal.

Die zweite Mannschaft absolvierte kaum Spiele, da es zu wenig Gegner gab. Aus diesem Grund und dem zurückgehenden Interesse am Handball traten immer mehr Spielerinnen aus den Mannschaften zurück und die Sektion Handball musste im Frühjahr 1952 aufgelöst werden.

Handball zum zweiten

Im Sommer 1978 bildete die Sportfreundin Monika Stierand mit Schülerinnen der siebten und achten Klasse der Frankenthaler POS eine Spielgruppe Handball. Die Mannschaft nahm an der Kreis-Kinder- und Kreis-Jugendspartakiade teil und belegte hier zweimal den zweiten Platz. Leider gab es zu wenig Nachwuchs und die Gruppe zerfiel.

Aller guten Dinge sind drei

Bereits 1984 wurde auf Geheiß des Kreissportausschusses Bischofswerda erneut eine Sektion Handball gegründet. Zwölf Mädchen im Alter von vierzehn bis über achtzehn trainierten jeden Dienstag in der Turnhalle Handballspielen. Leider löste sich auch dies Gruppe vor der Bildung einer Mannschaft für den Wettkampf betrieb auf. Seitdem wird die Sportart Handball in unserer Sportgemeinschaft nicht mehr betrieben.